Franz Josef Schöningh

deutscher Schriftsteller und Verleger; 1945-1960 Mitherausgeber der "Süddeutschen Zeitung"; 1935-1941 und ab 1946 zusätzlich für die Zeitschrift "Hochland" tätig, davon ab 1939 als Hauptschriftleiter; Veröffentlichungen u. a. zum besseren Verständnis der Konfessionen: "Müssen wir einander wirklich fremd sein?"

* 25. Juli 1902 Paderborn

† 8. Dezember 1960 München

Herkunft

Franz Josef Schöningh, kath, stammte aus Paderborn. Dort hatte sein Großvater Ferdinand Schöningh (1815-1883) aus einer 1847 von ihm gegründeten Buchhandlung den seither bestehenden und nach ihm benannten Verlag gegründet, der in jenen Jahren nicht zuletzt mit der Herausgabe der Werke von Annette v. Droste-Hülshoff und Joseph v. Eichendorff expandierte. Der Verlag brachte auch katholische Zeitschriften und von 1849 an das "Westfälische Volksblatt" heraus. Während der Buchverlag an Sch.s Onkel Ferdinand Schöningh jun. ging, der ins Programm verstärkt wissenschaftliche Literatur aufnahm, insbesondere der Theologie und der Pädagogik, führte Sch.s Vater Josef († 1939) das "Westfälische Volksblatt" fort, das 1936 verboten wurde. Sch. war der vierte und jüngste Sohn seiner Eltern.

Ausbildung

Nach der Volksschule besuchte Sch. in Paderborn das humanistische Theodorianum und studierte dann Wirtschaftswissenschaften, Geschichte und Sozialökonomie in Freiburg i. Br. und in München, wo er 1926 mit einer Arbeit über ...